
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Leichte Impulse kamen inzwischen von den Konsumausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher, die um 0,1 Prozent zulegten. Der Staatskonsum kletterte zum Sommer um 0,4 Prozent. Die Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – sanken um 0,3 Prozent und damit bereits das fünfte Quartal in Folge.
Im Gesamtjahr 2024 schrumpfte Europas größte Volkswirtschaft um 0,2 Prozent, nachdem sie 2023 schon ein Minus von 0,3 Prozent wegstecken musste. Zwei Rezessionsjahre in Folge gab es zuletzt 2002/03. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet für 2025 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent und die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) befürchtet sogar ein Minus von 0,5 Prozent. Kommt es so, wäre dies die längste Konjunkturflaute in der Geschichte der Bundesrepublik.
Die nächste Bundesregierung mit dem voraussichtlichen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kann vorerst nicht mit Rückenwind der Konjunktur rechnen. Denn die Stimmung in den Führungsetagen der Unternehmen tritt auf der Stelle.
Die Bundesbank rechnet für das laufende erste Quartal zwar mit einem marginalen Wachstum, betonte jüngst in ihrem Monatsbericht aber auch: "In der Grundtendenz bleibt die deutsche Wirtschaft nach wie vor in der Stagnation gefangen."