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Zollstreit treibt Goldpreis auf neues Rekordhoch

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©APA/APA/dpa/Uli Deck
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Der goldene Höhenflug geht weiter. Das Edelmetall hat heute eine neue Bestmarke erreicht und die 3.000 Dollar-Marke erneut geknackt. Die Zollpläne von US-Präsident Trump befeuern das Goldgeschäft.

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Schon am 14. März hat Gold erstmals die wichtige 3.000-US-Dollar-Marke geknackt. Geopolitische Unruhen und globale ökonomische Unsicherheit haben das Edelmetall zu einem absoluten All-Time-High geführt. Der Schwung konnte auch in die neue Handelswoche mitgenommen werden. Nach einem Absacken am Montag stieg der Preis für das Edelmetall am Dienstag sogar auf 3.017 US-Dollar. Und Analysten bezeichnen den Aufwärtstrend bei dem Edelmetall als intakt. Ronald-Peter Stöferle, Partner beim Liechtensteiner Vermögensverwalter Incrementum und international anerkannter Goldexperte: „Gold hat in den vergangenen zwei Quartalen kontinuierlich zugelegt. Doch es gilt das Motto: Nach dem Höhenflug ist vor dem Höhenflug.“ Der Weg zu neuen Kurszielen bis etwa 3.500 US-Dollar ist offen.

Panik

Denn vor allem die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump versetzen amerikanische Goldanleger in schiere Panik. Goldexperte Stöferle beschreibt außergewöhnliche Vorgänge: „Die Transporte aus den Goldtresoren der Comex in London zu jenen in den USA sind explodiert. Aufgrund der Besorgnis über die bevorstehenden Zölle von Präsident Donald Trump gegen Europa sind Goldbarren im Wert von mehreren zehn Milliarden US-Dollar von Großbritannien in die Vereinigten Staaten geflossen.“ Amerikanische Goldanleger holen ihre Barren heim, um sie als Schutz gegen Inflation und die unsichere Lage direkt in den USA zu lagern. Zuletzt erreichten die Lagerbestände der New Yorker Comex-Tresore 39,7 Millionen Unzen Gold, der höchsten Stand seit 1992 – ein Gesamtwert von etwa 115 Milliarden US-Dollar.

Goldminen

Aber auch die Produzenten befinden sich im Goldrausch. Üblicherweise steigen Goldminen-Aktien überproportional mit zunehmenden Kursen des Edelmetalls. Das war in den vergangenen Monaten nicht der Fall. Doch das scheint sich nun zu ändern. Die Kurse der Goldminen-Aktien beginnen zu steigen. „Geduld ist manchmal Gold wert“, meint Gregor Koppensteiner, Analyst bei Raiffeisen Research zu seiner Einschätzung für die Aktie des größten Goldproduzenten der Welt, Barrick Gold. Aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten und der weiter anhaltenden Nachfrage der Notenbanken setzt er das Kursziel für Barrick Gold auf 30 US-Dollar. Der aktuelle Kurs der Aktie liegt bei nur 18 US-Dollar.

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