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Allianz bleibt voraussichtlich auf Rekordkurs

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Naturkatastrophen wirkten sich weniger als im Jahr zuvor aus
©APA/APA/dpa/Andreas Gebert
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Der deutsche Versicherungskonzern Allianz dürfte im abgelaufenen Jahr im Tagesgeschäft einen Rekordgewinn eingefahren haben. Hatte sich Vorstandschef Oliver Bäte Anfang 2024 noch ein operatives Ergebnis von 13,8 bis 15,8 Mrd. Euro vorgenommen, nahm er im Herbst die obere Hälfte dieser Spanne ins Visier. Seit Dezember rechnet er mit mindestens 15,5 Mrd. Euro. Damit dürfte der Konzern seinen bisherigen Rekord von gut 14,7 Mrd. Euro aus dem Jahr 2023 übertreffen.

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Im dritten Quartal hatten Naturkatastrophen in der Bilanz des Versicherers nur halb so teuer zu Buche geschlagen wie ein Jahr zuvor. Auch dank höherer Prämien verdiente die Allianz im Sommer vor allem im Schaden- und Unfallgeschäft mehr als von Analysten erwartet. Nach den ersten neun Monaten lag das operative Ergebnis mit über 11,8 Milliarden Euro bereits rund acht Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Für die kommenden Jahre hat Bäte beim Kapitalmarkttag im Dezember weitere Gewinnsteigerungen in Aussicht gestellt. Demnach sollte der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie im abgelaufenen Jahr 25 Euro erreichen und bis 2027 im jährlichen Schnitt um sieben bis neun Prozent auf dann 31,50 Euro wachsen. Der operative Gewinn soll dann mindestens 18,5 Mrd. Euro betragen.

Auf diese Weise will Bäte auch die Eigenkapitalrendite der Allianz weiter nach oben treiben. In den Jahren bis 2027 soll sie vor Sondereffekten im Schnitt mindestens 17 Prozent erreichen. Für 2024 nahm Bäte etwa 16,5 Prozent in den Blick.

Der Manager steht seit 2015 an der Spitze des Dax-Konzerns; seine Amtszeit endet 2028. Die Ziele sind insofern das Arbeitsprogramm für Bätes verbleibende Jahre auf dem Chefsessel der Allianz. Der Manager will nun an drei Hebeln ansetzen: Einerseits soll die Allianz neue Kundschaft gewinnen, mehr neue Verträge an Bestandskunden verkaufen und die Menschen stärker an sich binden. Andererseits will der Manager die Produktivität und Effizienz im Konzern steigern und setzt dabei auch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

In den Jahren 2025 bis 2027 will der Versicherungskonzern im Schnitt mindestens 75 Prozent des bereinigten Nettogewinns für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeben. So will der Konzern weiterhin 60 Prozent des bereinigten Überschusses als Dividende auszahlen. Zusätzlich will er mindestens 15 Prozent im jährlichen Schnitt etwa in den Rückkauf eigener Aktien stecken.

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