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Die Inflation auf der Insel hat zu Jahresbeginn auf 3,0 Prozent zugelegt und der Notenbank damit Grund zur Vorsicht auf dem Weg zu weiteren Lockerungsschritten gegeben. Sie strebt einen Wert von zwei Prozent an.
Zuletzt zeichnete sich zudem eine Stabilisierung des Lohnwachstums auf hohem Niveau ab. Die Löhne (ohne Bonuszahlungen) stiegen von November bis Jänner im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent und damit genauso schnell wie im vierten Quartal 2024. Für die britische Notenbank ist das Lohnwachstum eine wichtige Kennziffer, mit der sich der inländische Inflationsdruck messen lässt.
Neben der Inflationsentwicklung dürfte auch die Konjunktur den Währungshütern Kopfschmerzen bereiten: Denn die Wirtschaftsleistung schrumpfte im Jänner unerwartet. Grund für das Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent zum Vormonat war ein starker Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe. Im Dezember hatte es noch ein BIP-Plus von 0,4 Prozent gegeben. Der konjunkturelle Fehlstart ins Jahr bedeutet auch schlechte Nachrichten für die sozialdemokratische Regierung: Labour-Finanzministerin Rachel Reeves hat als oberstes Ziel ausgegeben, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/HENRY NICHOLLS