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Der legendäre italienische Espressokocher-Hersteller Bialetti, der seit Jahren in der Krise steckt, steht vor einer Wende. Das an der Mailänder Börse notierte Unternehmen soll von Jakyval, einer luxemburgischen Gesellschaft unter Kontrolle der Familie Guerrand Hermès, und vom Investmentfonds Nuo Capital geschluckt werden, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero".
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Die neuen Eigentümer sollen den Mehrheitsaktionär Francesco Ranzoni ersetzen, der eine 50-prozentige Beteiligung am italienischen Unternehmen hält. Bialettis Wert wird mit 30 Mio. Euro beziffert, die Verschuldung liegt bei 124 Mio. Euro. Beim italienischen Fiskus ist die Firma mit mehreren Millionen Euro an Steuerzahlungen in Verzug. Im Zuge des Deals soll Bialetti von der Mailänder Börse genommen werden.
Der achteckige Espressokocher Moka wurde 1933 von Alfonso Bialetti entwickelt. Er revolutionierte die Kaffeegewohnheiten Italiens und weltweit. Das Unternehmen produziert nicht nur Espressokocher, sondern verkauft auch elektrische Kaffeemaschinen, Tassen und Kaffee sowie kleinere Küchengeräte.