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Europas Leitbörsen legen trotz Zoll-Sorgen kräftig zu

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Euro-Stoxx-50 gewinnt 1,4 %
©APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Dienstag kräftig zugelegt - trotz Sorgen vor einem eskalierenden Handelskonflikt mit den USA. Dabei halfen günstige Inflationsdaten aus dem Euroraum. Dazu kamen US-Börsen, die nach einem schwachen Start zulegten. Kaum Impulse lieferte im Verlauf noch der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie, der etwas schwächer als erwartet ausfiel.

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Der Euro-Stoxx-50 schloss 1,37 Prozent höher bei 5.320,30 Punkten. Der DAX stieg um klare 1,70 Prozent auf 22.539,98 Einheiten. Außerhalb der Eurozone gewann der britische FTSE-100 dann 0,61 Prozent an Wert bei 8.634,80 Zählern. Der Schweizer SPI legte um 0,67 Prozent auf 16.912,97 Punkte zu.

Das beherrschende Thema an den Märkten ist weiterhin die US-Zollpolitik. Am morgigen Mittwoch will US-Präsident Donald Trump ein groß angelegtes Zollpaket verkünden. Das Weiße Haus arbeitet an Vorschlägen, neue Zölle in Höhe von rund 20 Prozent auf die meisten Importe in die USA zu erheben. Bei dieser Information beruft sich die "Washington Post" auf Insider, die von zusätzlichen Einnahmen in Billionen-Höhe ausgehen.

In der Eurozone hat sich die Inflation im März weiter abgeschwächt. Die Inflationsrate ging auf 2,2 Prozent zurück, von 2,3 Prozent im Monat zuvor. Es war der zweite Rückgang der Teuerung in Folge. "Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed, die es mit einer hartnäckigen Inflation deutlich oberhalb des Zielwerts zu tun hat, kann die EZB auf ihrem Zinssenkungskurs bleiben", so Volkswirt Michael Herzum von Union Investment.

An der Spitze des Euro-Stoxx standen die Papiere von Nokia mit einem Plus von 3,3 Prozent bei 5,0 Euro. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für die Finnen mit einem Kursziel von 6,05 Euro auf "Overweight" belassen. Analyst Sandeep Deshpande attestierte dem Telekom-Ausrüster in seinem am Dienstag vorliegenden Kommentar Potenzial für Gewinnsteigerungen und eine höhere Bewertung infolge der Verlagerung auf wachstumsstärkere Märkte.

Die Titel von Adidas zogen um 3,1 Prozent an. Analysten verwiesen auf Signale des Sportartikelkonzerns zum ersten Quartal und bestätigte Ziele für 2025. Die Zuversicht des Managements resultiere aus der starken Dynamik der Marke Adidas und den gut gefüllten Auftragsbüchern, schrieben die Experten der Investmentbank Stifel.

Schneider Electric-Aktien verteuerten sich um 2,4 Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte den Wert bei unverändertem Kursziel von 250 Euro von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Bei den Franzosen gebe es Wachstum zum inzwischen vernünftigeren Preis, schrieb Analyst Jonathan Day in seiner Kaufempfehlung. Die Aktien hätten zuletzt deutlich korrigiert, obwohl sich an den Aussichten nichts geändert habe.

A pedestrian walks past the logo for the London Stock Exchange Group outside the stock exchange in London on December 29, 2020. The London stock market soared on December 29 as investors gave their initial verdict on Britain's Brexit deal with the EU, while eurozone equities also rose on upbeat US stimulus news, with Frankfurt extending its record breaking run. (Photo by Tolga Akmen / AFP)

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