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Untermauert wurde die positive Börsenstimmung von guten Daten aus Deutschland. Der an den Märkten viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex für März entsprach mit 86,7 Punkten den Prognosen. Die Teilindizes für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen überraschten aber positiv.
"Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Anzeichen von Frühlingsgefühlen", urteilte der ING-Ökonom Carsten Brzeski mit Blick auf das Ifo-Geschäftsklima, das sich nach dem beschlossenen Finanzpaket wie erwartet verbesserte. Dem Experten zufolge deutet das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft auf eine allmähliche konjunkturelle Erholung hin. Trotz drohenden US-Zöllen scheine es, als ob die positiven Aspekte die negativen überwiegen.
Neue Zolldrohungen des US-Präsidenten Donald Trump wirkten sich an Europas Börsen nicht merklich aus. Auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten hinterließen keine Spuren an den Märkten. Der gemeldete Index des Conference Board zur Verbraucherstimmung fiel überraschend stark von 98,3 auf 92,9 Punkte. Hintergrund sind nach Einschätzung der Helaba-Analysten auch die gestiegenen Inflationserwartungen und die damit sinkenden Zustimmungswerte für Donald Trump.
Gut gesucht waren an Europas Börsen am Dienstag Bankwerte. So fanden sich UniCredit, ING und BNP Paribas mit Kursgewinnen von jeweils um die drei Prozent unter den größten Gewinnern im Euro-Stoxx-50.
Spitzenreiter im Euro-Stoxx-50 und im DAX waren Bayer-Aktien mit einem Kursplus von 5,2 Prozent. Die Aktien erholten sich damit von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Die größten DAX-Verlierer waren Beiersdorf (minus 2,6 Prozent) und Siemens Energy (minus 1,6 Prozent). Als Belastung für den Energietechnikkonzern Siemens Energy erwiesen sich Aussagen des chinesischen Amazon-Konkurrenten Alibaba. Dessen Chef Joe Tsai warnte, der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz übertreffe derzeit deutlich die Nachfrage.
LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN