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Europas Leitbörsen schließen überwiegend mit Abgaben

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Verunsicherung angesichts Trumps Zollpolitik
©APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN
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Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch überwiegend nachgegeben. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 gab 1,16 Prozent auf 5.411,69 Punkte ab. In Frankfurt ermäßigte sich der DAX in einem ähnlichen Ausmaß um 1,17 Prozent auf 22.839,03 Einheiten. Klare Verluste verbuchten auch die Indizes in Paris und Zürich. Der Londoner FTSE-100 schloss hingegen 0,30 Prozent höher auf 8.689,59 Zählern.

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Im Fokus bleibt das schwierige handelspolitische Umfeld. "Mit dem Start in den April wartet dann nicht nur eine neue Zollrunde aus dem Weißen Haus auf die Börse, sondern auch eine saisonal eher schwächere Phase im Jahresverlauf", merkte ein Kapitalmarktstratege vom Broker RoboMarkets an. "Die Ungewissheit vor der Verkündung der neuen US-Zölle ist vielen zu hoch, um jetzt in den Markt einzusteigen", formulierte ein Portfoliomanager vom Vermögensverwalter QC Partners.

Erneut stark waren die Ölwerte. Der Ölpreis war gestiegen, nachdem ein Branchenbericht einen Rückgang der US-Rohölvorräte signalisiert hatte. Das private American Petroleum Institute hatte berichtet, dass die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 4,6 Millionen Barrel gefallen seien. Das ist der stärkste Rückgang seit November. Die Repsol-Aktie verteuerte sich um 2,1 Prozent und TotalEnergies gewannen 1,8 Prozent.

Im Gegenzug lagen die Pharmawerte tief im Minus. Der Sektor zeigt seit dem September vergangenen Jahres eine auffallende relative Schwäche, wofür nicht zuletzt die Verluste des Schwergewichts Novo Nordisk verantwortlich zeichnen. Mit 2,5 Prozent Minus setzte der Wert seine Talfahrt fort. Schwach präsentierten sich auch Automobil-, Technologie- und Chemietitel. Im Euro-Stoxx-50 verloren Bayer, SAP, Infineon und Ferrari jeweils mehr als drei Prozent an Kurswert.

Der Panzergetriebe-Hersteller Renk sieht sich angesichts prall gefüllter Auftragsbücher auf Kurs zu weiterem Wachstum im laufenden Jahr. "Die Nachfrage nach Renk-Produkten ist auch aufgrund der weltweiten geopolitischen Entwicklungen ungebrochen hoch", sagte Unternehmenschef Alexander Sagel. Die Renk-Papiere legten nach den jüngsten Kursgewinnen um 4,1 Prozent nach. Seit dem Jahresauftakt liegen die Titel fast 150 Prozent im Plus.

Die Aktien von Douglas erlebten bei 10,54 Euro einen weiteren Tiefpunkt in ihrer jüngeren Börsengeschichte. Vor einem Jahr waren sie Erstkäufern beim Börsengang mit 26 Euro eingebucht worden - ein Verlust von fast 60 Prozent. Mit Yashraj Rajani von der UBS verabschiedete sich ein weiterer Optimist von den Aktien. Der Experte strich sein Kursziel um mehr als die Hälfte zusammen auf 11,50 Euro und kassierte seine Kaufempfehlung.

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