
von
"Es gibt vorsichtige Anzeichen dafür, dass sich die Investitionsbereitschaft langsam erholt", sagte Ifo-Konjunkturexpertin Lara Zarges. "Da die wirtschaftspolitische Lage unsicher bleibt, investieren viele Unternehmen aber nur zögerlich."
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil der Betriebe, die im laufenden Jahr mehr investieren möchten, mit 32,1 Prozent am höchsten. Jedoch beabsichtigt mehr als ein Viertel der Industrieunternehmen (28,1 Prozent), ihre Investitionen zu senken. Besonders hoch ist der Anteil der investitionsfreudigen Firmen in der Chemiebranche (39,0 Prozent) und bei den Automobilherstellern (35,8 Prozent). Deutlich zurückhaltender sind hingegen die Hersteller elektrischer Ausrüstung: 23,7 Prozent wollen mehr Geld locker machen, während 40,3 Prozent Kürzungen vorsehen.
Bei den Dienstleistern nimmt der Optimismus ebenfalls zu: Im März gaben knapp 30 Prozent der Befragten an, im laufenden Jahr ihre Investitionen ausweiten zu wollen. Rund ein Viertel will sie senken. Der Handel zeigt sich hier am zurückhaltendsten: 34,5 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr drücken, während nur 24,4 Prozent die Aktivitäten steigern wollen.
"Insgesamt liegt der Anteil der Unternehmen, die weniger investieren wollen, noch deutlich über den Niveaus, die wir vor der Pandemie gesehen haben", fasste Zarges die Ergebnisse zusammen. Die deutsche Wirtschaft ist zuletzt zwei Jahre in Folge geschrumpft. Für 2025 wird von Ökonomen bestenfalls ein leichtes Wachstum erwartet.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Hannes P Albert