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Für die Europäische Zentralbank (EZB), die seit Mitte 2024 mehrere Zinssenkungen vorgenommen hat, sind das gute Nachrichten: Ihr Inflationsziel von 2,0 Prozent rückt damit in Reichweite. Der nächste EZB-Zinsentscheid steht am 17. April an. In Österreich betrug die Inflationsrate im März laut Statistik Austria 2,9 Prozent.
Den Währungshütern macht momentan die erhöhte Unsicherheit zu schaffen, die insbesondere durch das Hin-und-Her von US-Präsident Donald Trump in der Zollpolitik ausgelöst wurde. Das lässt Unternehmen bei Investitionen eher vorsichtig agieren und dämpft auch den Konsum. Die ohnehin schwächelnde Wirtschaft in der Eurozone könnte dadurch noch weiter gebremst werden. Die EZB hat seit Juni 2024 sechsmal die Zinsen gesenkt. Der Einlagensatz, den Geldhäuser erhalten, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken, liegt momentan bei 2,50 Prozent. Er ist der Leitzins in der Eurozone. Der Zins, zu dem sich Banken frisches Geld bei der Notenbank besorgen können, beträgt aktuell 2,65 Prozent.
Im März nahm die Inflation bei den Dienstleistungen, einer der zuletzt stärksten Inflationstreiber, weiter ab. Sie verteuerten sich nur noch um 3,4 Prozent, nach 3,7 Prozent im Februar. Die Energiepreise sanken um 0,7 Prozent nach einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent im Februar. Die Preise für Industriegüter ohne Energie erhöhten sich wie schon im Februar um 0,6 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich im März um 2,9 Prozent nach 2,7 Prozent im Februar. Die Kerninflation, bei der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgeklammert werden, schwächte sich auf 2,4 Prozent ab nach 2,6 Prozent im Februar.
FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/A3472 Frank May