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Kartellamt braucht bei UniCredit/Commerzbank-Prüfung bis April

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Italienische Großbank will Beteiligung von bisher 9,5 % um 18,5 % aufstocken
©APA/APA (AFP)/DANIEL ROLAND
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Das deutsche Bundeskartellamt wird den Einstieg der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit bei der Commerzbank in einer ersten Prüfung voraussichtlich bis Mitte April unter die Lupe nehmen. Die Frist für das Ende der ersten Phase der Untersuchung werde nach jetzigem Stand voraussichtlich am 14. April ablaufen, sagte ein Sprecher der Behörde.

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UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte zuvor beklagt, die Entscheidung der Wettbewerbshüter könne sich noch über Monate hinziehen und nehme mehr Zeit als angenommen in Anspruch.

Die italienische Großbank hatte die Übernahme eines Minderheitsanteils an der Commerzbank im Februar beim Kartellamt zur Prüfung angemeldet. Die Behörde hat nach Eingang der vollständigen Unterlagen bis zu einem Monat Zeit für die Prüfung der Pläne. Halten die Wettbewerbshüter eine weitere Prüfung für erforderlich, wird ein förmliches Hauptprüfverfahren eingeleitet und die Frist für die Prüfung verlängert. Das Bundeskartellamt muss im Fall eines Hauptprüfverfahrens innerhalb von fünf Monaten ab Eingang der Anmeldung entscheiden.

UniCredit ist mit bisher 9,5 Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank nach dem deutschen Staat, der 12 Prozent hält. Die Italiener haben sich aber über Optionen und andere Derivate nach eigenen Angaben Zugriff auf weitere 18,5 Prozent gesichert. Ein Tausch in Aktien wäre aber erst nach Erhalt der Genehmigungen möglich. Orcel zufolge könnte es noch Monate dauern, bis UniCredit über eine Umwandlung entscheiden könnte.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA (AFP)/DANIEL ROLAND

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