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Kühne+Nagel im Visier der italienischen Steuerbehörden

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Logistiker soll "betrügerische Steuererklärung" eingereicht haben
©APA/APA/dpa/Christian Charisius
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Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel ist ins Visier der italienischen Steuerbehörden geraten. Die Finanzpolizei Guardia di Finanza habe bei der italienischen Tochtergesellschaft 16,5 Mio. Euro beschlagnahmt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch. Es seien außerdem Räumlichkeiten durchsucht und Computer beschlagnahmt worden, so die Meldung weiter.

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Konkret wird dem Unternehmen vorgeworfen, "betrügerische Steuererklärung durch Verwendung von Rechnungen für nicht stattgefundene Geschäfte" eingereicht zu haben, wie die Ansa weiter schrieb. Diese Rechnungen seien von ihren Dienstleistungs-Subunternehmern ausgestellt worden - als Gegenleistung für vermeintliche Werkverträge mit Mehrwertsteuerpflicht.

Diese hätten jedoch nur dazu gedient, eine tatsächliche Leiharbeit zu verschleiern. Bei diesem Vorgehen sei ein System geschaffen worden, mit dem sich große Firmen "äußerst wettbewerbsfähige Preise" sichern konnten, indem sie Arbeitskräfte illegal an Subunternehmen und Tarnfirmen auslagerten - für Tätigkeiten in der Logistik und Warenumschlag, wie die Ansa schrieb.

Die italienischen Behörden waren vor kurzem auch gegen DHL vorgegangen. Früher wurde auch schon gegen andere Logistikfirmen ermittelt.

Kühne+Nagel bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP, dass die italienische Tochtergesellschaft derzeit von den örtlichen Behörden überprüft wird. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könnten zum jetzigen Zeitpunkt aber keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben werden.

"Wir kooperieren in vollem Umfang mit den Behörden", so ein Sprecher. Er betonte außerdem, dass der Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigt sei.

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