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Polens Staatsdefizit steigt wegen höherer Verteidigungsausgaben

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Polens Finanzminister Andrzej Domanski
©APA/APA/AFP/SERGEI GAPON
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Polens Staatsdefizit ist im vergangenen Jahr wegen höherer Rüstungsausgaben deutlich gestiegen. Die Neuverschuldung entspreche 6,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes, wie Finanzminister Andrzej Domanski sagte. 2023 hatte das Defizit noch 5,3 Prozent betragen. Die Staatsschulden entsprechen 55,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. 2023 hatte die Staatsschuldenquote noch bei 49,5 Prozent gelegen.

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Ein Grund für die höhere Neuverschuldung sei "die Beschleunigung der Ausgaben für den Wiederaufbau der Verteidigungskapazitäten", schrieb Domanski auf X. Seit dem Einmarsch Russlands in der benachbarten Ukraine investiert Polen mehr in seine Verteidigung. Auch ein schwächer als erwartet ausgefallener Konsum machte sich bemerkbar, da er sich "in geringeren Mehrwertsteuereinnahmen niederschlägt", betonte Domanski. Auf der Ausgabenseite sei wegen der Überschwemmungen infolge von Hochwasser mehr Geld ausgegeben worden.

Die Regierung strebt für das laufende Jahr ein gesamtstaatliches Defizit von 5,5 Prozent an. Bis 2028 soll es auf 2,9 Prozent sinken. Die Neuverschuldung würde dann wieder unter der von der Europäischen Union empfohlenen Drei-Prozent-Marke liegen.

WARSAW - POLEN: FOTO: APA/APA/AFP/SERGEI GAPON

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