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US-Börsen schließen tiefrot, neues Zollpaket belastet massiv

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Ausverkauf an den US-Börsen
©APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
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Die US-Börsen haben den Handel am Donnerstag mit massiven Abgaben bestritten. Besonders unter Druck standen dabei die Aktienbarometer an der Technologiebörse Nasdaq. Aber auch an der New York Stock Exchange (NYSE) sorgte das am Vortag angekündigte Zollpaket der neuen US-Administration für starke Kursabgaben.

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Der Dow Jones sank um satte 3,98 Prozent auf 40.545,93 Zähler. Für den marktbreiten und für die US-Wirtschaft repräsentativeren S&P-500 ging es um 4,84 Prozent auf 5.396,52 Einheiten hinab und damit auf den tiefsten Stand seit August 2024. Der Nasdaq Composite rasselte indes um massive 5,97 Prozent auf 16.550,61 Punkte ins Minus.

Unter Experten ist man sich im Großen und Ganzen einig über die negativen Folgen der Zollpolitik der Vereinigten Staaten. "Die geplanten Maßnahmen übertreffen die schlimmsten Befürchtungen", kommentierte beispielsweise Chef-Volkswirt Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. Er sieht einen globalen Handelskrieg "in vollem Gange".

Bereits heute hatte Kanada Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Land hat Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Autoimporte aus den USA verkündet. Die Maßnahme betreffe alle aus den USA importierten Fahrzeuge, die nicht durch das nordamerikanische USMCA-Freihandelsabkommen von 2020 abgedeckt seien, erklärte Kanadas Premierminister Mark Carney am Donnerstag.

Besonders Anteilsscheine von Unternehmen, die ihre Produkte in Übersee produzieren lassen, sind stark von den neuen Einfuhrschranken betroffen. Die Aktien des iPhone-Konzerns Apple sackten um enorme 9,3 Prozent ab. Die Papiere des KI-Riesen Nvidia rutschten im Dow Jones um über 7,8 Prozent ins Minus.

Aktien von Intel entzogen sich dem Abwärtssog im Technologie- und Chipsektor und stiegen um 2,1 Prozent. Auslöser der Gewinne war ein Branchenbericht über eine Kooperation von Intel mit dem taiwanesischen Chip-Riesen TSMC.

Auch bei Standardwerten verbuchten Nike herbe Verluste. Die Titel des Adidas-Konkurrenten brachen um rund 14 Prozent ein. Der Sportartikelproduzent lässt einen großen Teil seiner Waren ebenfalls in Ländern herstellen, die von den Zöllen massiv betroffen sind. Foot Locker schlossen mit minus 15,4 Prozent.

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