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Wegen Werkschließungen: Agrana vor Gewinneinbruch

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Schließungen und Maßnahmen durch neue Konzernstrategie senken EBIT erheblich
©APA/MAX SLOVENCIK
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Der börsennotierte Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana steht unter anderem wegen der Werkschließungen in Österreich und Tschechien im Geschäftsjahr 2024/25 vor einem kräftigen Gewinneinbruch. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) dürfte von 151 Mio. auf 45,6 Mio. Euro zurückgehen, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilte. Zuvor war Agrana von einem EBIT in Höhe von maximal 75,5 Mio. Euro ausgegangen.

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Konkret rechnet Agrana mit Wertminderungen auf die Zuckerwerke Leopoldsdorf in Niederösterreich und Hrušovany (Tschechien) in Höhe von 17,4 Mio. Euro. Weiterer Grund für den Rückgang seien "Reorganisationsmaßnahmen" (vor allem Personalmaßnahmen), die im Zusammenhang mit der neuen Konzernstrategie stehen. Diese bezifferte das Unternehmen auf 17,6 Mio. Euro. Die vorläufigen Umsatzerlöse der Gruppe betragen rund 3,5 Mrd. Euro, nach 3,8 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2023/24, das vorläufige operative Ergebnis sank von 176,7 auf 76,5 Mio. Euro.

Von der Schließung des Werks in Leopoldsdorf sind 120 Mitarbeiter, von jener in Hrušovany 150 Personen betroffen. Agrana-Chef Stephan Büttner bezeichnete die Entscheidung bei der Bekanntgabe vor gut zwei Wochen als "schwierig, aber notwendig". Die Maßnahme sei "ein wichtiger Teil der strategischen Neuausrichtung des Konzerns, mit der eine langfristige Stabilisierung und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Zuckerproduktion erreicht werden soll".

LEOPOLDSDORF IM MARCHFELDE - ÖSTERREICH: FOTO: APA/MAX SLOVENCIK

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