
13 Prozent des Wohnbestands in der Ukraine weisen inzwischen Schäden auf, im Bild ein Wohnhaus in der Stadt Dobropillja in der Region Donezk.
©picturedesk.com/Reuters/Nadia KarpovaZwischen Krieg, Waffenstillstand und Frieden: Erste Delegationen loten die wirtschaftlichen Chancen eines Ukraine-Wiederaufbaus für Österreichs Unternehmen vor Ort aus. Wie mit Korruption und Personalengpässen umzugehen ist, bereitet jedoch jetzt schon Kopfzerbrechen.
Im Wegräumen von Schutt ist Gerald Hanisch unbestrittener Meister. Der Linzer hat vor mehr als 30 Jahren Rubble Master gegründet, eine Maschinenbaufirma, die auf mobile Brecher spezialisiert ist. Derzeit sind seine Geräte noch verstärkt in der Türkei im Einsatz, wo vor zwei Jahren ein Erdbeben 500.000 Häuser zerstörte und mehr als 50.000 Menschen tötete. Doch im Windschatten der starken türkischen Baufirmen, die nun ihre Fühler Richtung Ukraine ausstrecken, will er in Zukunft verstärkt auch Chancen im Kriegsland nutzen, wenn dort einmal Frieden herrscht. „Wir wollen dabei sein“, hält Hanisch fest.
Schutt gibt es nach drei Jahren Krieg und Zerstörung genügend wegzuräumen, ebenso gilt es, Bahnlinien und Kraftwerke wieder instand zu setzen und vor allem leistbare Wohnungen zu bauen. Die Wiederaufbaukosten werden auf über 500 Milliarden Euro geschätzt. Unternehmer Hanisch weiß, dass Kontakte und Politik dabei eine entscheidende Rolle spielen. Er weiß aber auch: „Was die Amerikaner können, können wir auch. Der Wiederaufbau könnte einen Boost für unsere Wirtschaft bedeuten." (...)
Lesen Sie den Artikel in ganzer Länge in der trend.EDITION vom 21. März 2025.
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