
Red Bull-Boss Mark Mateschitz
©APA/Erwin ScheriauDer Energy-Drink-Hersteller Red Bull startet einen eigenen Start-up-Fonds. Laut Branchenkennern könnte der Fonds mit 200 Millionen Euro dotiert sein.
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Das Online-Magazin „Trending Topics“ berichtete zuerst über die Start-up-Pläne von Red Bull. Red Bull bestätigt das Vorhaben, nennt aber keine konkreten Summen. Laut Medienberichten soll der Fonds ein Volumen von rund 200 Millionen Euro aufweisen.
Der Getränkekonzern war bisher schon Investor in zahlreichen österreichischen Start-up-Fonds, stellt diese Tätigkeiten nun aber offenbar auf eigene Beine. Das Corporate-Venture-Capital (CVC)-Projekt soll direkt bei Nai-Tseng Chen, dem Global Head of Corporate Finance & Treasury des Unternehmens, angesiedelt sein. Stimmt die Größenordnung von rund 200 Mio. Euro, würde Red Bull zum größten Firmeninvestor für die heimische Start-up-Szene werden.
„Plattform für Innovation und zukunftsorientierte Partnerschaften“
Gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ erklärte der Getränkekonzern, „eine Plattform für Innovation und zukunftsorientierte Partnerschaften“ schaffen und das dafür nötige Risikokapital bereitstellen zu wollen. Man werde Start-ups und Gründer finanziell unterstützen, die bereit seien, „konventionelle Grenzen aufzubrechen und Branchen aufzumischen“. Die finanzielle Hilfe solle im Frühstadium der Gründung erfolgen. Als favorisierte Bereiche werden etwa fortschrittliche Herstellungs- und Lieferkettentechnologien genannt, auch Verbraucherengagement und Innovationen im Einzelhandel. Daneben hat Red Bull Venture auch Medien- und Unterhaltungstechnologien, Sport oder Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Fokus.
Red Bull hat 2024 einen Rekordumsatz von 11,2 Mrd. Euro erzielt. Der Absatz an Getränkedosen stieg um 4,4 Prozent auf 12,7 Milliarden. Red-Bull-Erbe, 49-Prozent-Eigner Mark Mateschitz ließ sich eine Dividende von 395 Mio. Euro auszahlen.