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Audi hofft dank neuer Markteinführungen auf einen deutlich steigenden Anteil vollelektrischer Modelle. Der Umsatz der Markengruppe aus Audi, Bentley, Lamborghini und Ducati soll im laufenden Jahr auf 67,5 bis 72,5 (2024: 64,5) Mrd. Euro steigen, die operative Umsatzrendite auf 7 bis 9 (6,0) Prozent.
Die finanziellen Auswirkungen des am Montag mit der Gewerkschaft IG Metall ausgehandelten Abbaus von 7.500 Stellen sind in den Plänen allerdings noch nicht enthalten. Sie hingen davon ab, wann und mit welchen Instrumenten der Stellenabbau umgesetzt werde, sagte Rittersberger. Die Marke Audi war im vergangenen Jahr am stärksten von den Problemen betroffen. Ihr operativer Gewinn brach auf 2,6 (2023: 4,8) Mrd. Euro ein, die Umsatzrendite ging auf 4,6 (7,5) Prozent zurück. Dazu trugen auch die Kosten von 1,6 Mrd. Euro für die Schließung des Werks in Brüssel bei.
Für Kopfzerbrechen sorgen die drohenden Zölle bei der Einfuhr der in Mexiko gebauten Audi-Modelle. "Wir haben da kurzfristig nur wenig Hebel", sagte Rittersberger. "Wir denken nach, ob wir die Zölle zumindest teilweise an die Kunden weitergeben können." Gleichzeitig erwägt Audi, eine eigene Produktion in den USA aufzubauen, um die Zölle zu umgehen. Die Entscheidung über "Möglichkeiten der Lokalisierung in den USA" müsse im Konzern getroffen werden, wohl noch in diesem Jahr, sagte Audi-Chef Gernot Döllner. "Die USA sind unser Haupt-Wachstumsmarkt."
MUNICH - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/CHRISTOF STACHE